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Torquay to Port Campell

Torquay to Port Campell

Von Torquay auf der bekannten Küstenstrasse Great Ocean Road ging es gestern nach Port Campell. Über die Fahrt mit vielen Kurven und den herrlichen Views auf die Küste haben wir im März 2017 bereits ausführlich berichtet (Link zum Post). Wir kommen nur langsam voran. Nach den vielen Unfällen wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h reduziert. Zudem sind die Strassen der Dörfer überlastet.

Das gestrige Highlight war ein Abstecher zum Cape Otway Lighthouse, wo im 2. Weltkrieg vor der Küste der US Frachter SS City of Rayville auf eine Mine aufgelaufen und in nur 35 Minuten gesunken ist. Der Leuchtturm ist der in Australien am längsten betriebene und nach dem Macquarie Lighthouse der zweite Leuchtturm überhaupt, der an der Küste von Australiens gebaut wurde.

Auf dem Weg zum Cape Otway treffen wir am Strassenrand auf eine grosse Gruppe von chinesischen Touristen, die alle um einen Baum stehen und ihre iPhones und Kameras in den Händen halten. Was ist da los? Ich halte an und mach mir ein Bild. Jetzt wird mir klar, weit oben im Baum sitzt ein Koala. Nun kommt auch meine Kamera zum Einsatz. Für mich das erste Mal, dass ich einen Koala in der freien Natur sehe.

Nach einem kurzen Walk beim Leuchtturm nehmen wir den letzten Abschnitt der Reise unter die Räder. Die Twelve Apostles lassen wir links liegen und fahren direkt ins Hotel. Die Felsen wollen wir kurz vor Sonnenuntergang besuchen. Ich habe gedacht, dass dann die vielen Touris schon wieder auf dem Heimweg sind, kommen doch viele Besucher mit den Bussen direkt von Melbourne (Entfernung 230 km), doch das war ein Irrtum. Der Parkplatz ist sehr gut besetzt. Spannendes Detail, Chinesen hat es nahezu keine, aber die Inder sind da. Viele Fotographen haben sich in Stellung gebracht und ihre Stative aufgestellt. Jetzt warten sie, dass die Sonne am Horizont verschwindet. Wir beschliessen morgen vor 9 Uhr wieder zu kommen. Dann soll die grosse Masse an Touristen noch nicht da sein, denn die Busse aus Melbourne treffen erst nach 10 Uhr ein. Eine solcher Trip dauert bis zu 14 Stunden!!!!

Wie geplant, starten wir unsere Tour zu den Felsformationen. Wir beginnen mit den Gibson Steps (86 Stufen an den Strand unter den mächtigen Klippen), weiter geht es zu den 12 Apostles, dann zum Loch Ard George, nächste Station die London Bridge und zum Schluss ins Grotto. Wir haben Glück, die Sonne wird nur teilweise von Wolken bedeckt. Die bis zu 60 m hohen Felstürme, Felsbogen und Klippen kommen richtig gut zur Geltung und geben einzigartige Fotosujets ab.

Mit jeder Minute nimmt jetzt die Zahl der Touristen zu. Gegen 12 Uhr versammeln sich die Parkplatzeinweiser zum Briefing. Zeit für uns, die Küste zu verlassen. Es geht ins Landesinnere. Der Besuch der Timboon Cheesery, eine Käsefabrik, steht noch auf dem Programm. Hier wird ein leckeres Mittagessen im grossen Garten unter Bäumen serviert.

Ruedi

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