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Walking along the coast

Abgesehen vom Naturschutzgebiet um Tavira, gefällt uns die westliche Seite der Algarve – speziell die Küste von Alvor bis Lagos – am besten. Mir persönlich gefällt auch Lagos sehr gut. Für viele ist diese Stadt die schönste der Algarve, weil sie in ihrer Vielseitigkeit eine gelungene Synthese zwischen Tradition und moderner Entwicklung darstellt.

So verbringen wir vor unserem Long Term Stay im Amendoeira Resort noch ein paar Tage am Strand von Porto do Mos. Dort hat im 2006 unsere neu entfachte Liebe zu Portugal mit einer Golfturnier Woche begonnen. Vor zwei Jahren habe ich drei Wochen alleine in Lagos verbracht und Privatstunden in Portugiesisch besucht. Dabei bin ich zwei bis dreimal pro Woche für eine Doppelstunde ins Centro de Linguas de Lagos gefahren. Bei dieser Gelegenheit habe ich jedesmal an einem anderen Strand oder in der Stadt Mittag gegessen und mir einige Sehenswürdigkeiten angeschaut. Selbst ein Besuch des Fischmarktes durfte nicht fehlen. Nach dem Motto «if you don’t use it, you loose it” habe ich leider bereits wieder viel von meinen damaligen Kenntnissen vergessen. Mittlerweile sprechen die meisten Leute sehr gut Englisch und so entfällt die Möglichkeit die portugiesischen Sprachkenntnisse anzuwenden.

Heute steht ein längerer Spaziergang auf dem Programm. Der Weg führt uns über die Ponte da Piedade (Gipfel der Schönheit) nach Lagos Marina. Direkt vom Hotel in Porto do Mos müssen wir den Einstieg in den Wanderweg finden.

In meinem Wanderbuch heisst es: wir folgen der zweiten Gasse nach links (Caminho velho) und biegen danach in die erste Gasse nach rechts (Rua das Urzes) ab. Diese gehen wir hoch bis zum Vorfahrtenschild. …können wir wieder in den Küstenwanderweg einsteigen. Komisch, dass das so kompliziert ist.

Aber als wir den Einstieg gefunden haben, ist der Weg einfach genial. Eine Art Pfahlbauerweg (Holzplatten mit Geländer) führt entlang den Klippen. Schon bald sieht man den Leuchtturm als Orientierungspunkt. Die Ausblicke sind so spektakulär, dass wir kaum vorwärtskommen. Ein einziges Farbspektakel von ockerfarbigen Klippen und blauem Meer hält uns immer wieder zum Fotografieren auf.

Der schönste Abschnitt der Ponte da Piedade mit zahllosen Aussichtspunkten und Abstiegen in die Bucht liegt hinter dem Leuchtturm mit Restaurant und Kiosk. Dort gibt es einen kleinen Drink. Von oben sehen wir die Boote, die in die Grotten fahren. Unglaublich. es gibt Leute, die mit Neoprenanzügen im Meer baden. Weiter geht es auf einem küstennahen Weg, wir kommen zur Praia do Camillo.

In dieser Gegend gibt es noch viele halbfertige Gebäude. Der Immobilienmarkt an der Algarve brummt zwar und vielleicht wird das eine oder andere Haus auch noch fertig gebaut. Die Stadt Lagos liegt vor uns. Ruedi schaut nach einem Uber. Als wir realisieren, dass wir nur etwa 1.5 Kilometer vom Hotel entfernt sind und laufen wir den Weg zurück.

Am Abend gibt es in «meiner Stammkneipe» Campimar am Strand feinen Fisch Robalho. Für den nächsten Tag habe ich eine Golfrunde im Golf Club Espiche gebucht.

Silvia

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