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Queen Charlotte Sound

Queen Charlotte Sound

Der Queen Charlotte Sound erstreckt sich über gut 40 Kilometer von Picton in nordöstlicher Richtung, hat eine Fläche von 195.5 Quadratkilomenter, ist maximal 10 Kilometer breit und bis zu 80 Meter tief. Vom Deck der Okiwa Bay Lodge kann der Sound wunderbar überblickt werden.

Der Sound ist berühmt für seine vielen Hiking und Biking Tracks. In letzter Zeit ist es auf den Wegen etwas eng geworden. Das hat dazu geführt, dass das Fahren mit Mountainbikes auf gewissen Strecken zwischen Dezember bis Ende Februar vorboten wurde. Ich hätte gerne eine der grösseren Wanderungen gemacht, aber die Schiffe, welche die Touristgen von Picton in einer Stunde zu den Ausgangspunkten bringen, starten sehr früh am Morgen.

Unsere Gastgeberin Susie erklärt uns, dass wir ganz easy von Anakiwa aus, einer Ortschaft, welche nur etwa drei Kilometer von uns entfernt ist, loslaufen können. Ihr Mann Martin ereifert sich, dass ein neuer geschäftstüchtiger Besitzer eines Grundstücks. über welches der Wanderweg führt, seit kurzem eine Gebühr von 12 NZ$ für Benützung verlangt. Dies betrifft uns aber nicht.

Gegen Mittag fahren wir zuerst nach Havelock, ein netter kleiner Ort mit nur 500 Einwohnern, aber unzähligen Restaurants. Hier gibt es einen kleinen Lunch im Restaurant Mussel Pod. In der Gegend gibt es unzählige Meeresarme, auf denen kleine Ausflugsboote verkehren. Wir fahren aber nach Anakiwa an den Ausgangspunkt des Spaziergangs.

Beim Parkplatz steht dann ein Ticketautomat, wie an Zürichs Tramhaltestellen, wo der Wanderpass gekauft werden kann. Der Pass für 1 Tag kostet 10 NZ$ und für 5 Tage 18 NZ$. Für 25 NZ$ gibt es einen Jahrespass. Eine Karte zeigt, für welchen Streckenabschnitt die Gebühr bezahlt werden muss. Wir lösen kein Ticket! Beim Schreiben dieser Zeilen sehe ich auf dem Internet, dass wir wohl doch eine Art National Park Gebühr hätten bezahlen müssen. Mi dispiace!!!

Der Weg ist angenehm zum Laufen. Er führt durch einen dschungelähnlichen Regenwald aus Baumfarnen und Nikaupalmen. Lianen hängen von den dicken Stämmen herab.  Während wir hinaufwandern, ändert sich die Vegetation. Mächtige Rimu- und Ratabäume sind von üppigem Buchenwald umgeben und nach 45 Minuten erreichen wir einen Ausblickspunkt. Trotz schattenspendender Bäume, die leider auch die Aussicht auf den Sound versperren, wird uns bald warm. Es ist heute sehr düppig, ein Vorbote des angekündigten Regens? So verzichten wir, bis zur Resolution Bay zu laufen und machen uns auf den Rückweg.

Um halb sechs sind wir zurück in der Lodge, nehmen eine kühlende Dusche und machen ein Power Näppli. Um halb sieben treffen wir die neuen Gäste auf dem Deck beim Apéro. Die Gäste in deser Lodge sind immer sehr international, heute kommen sie aus Australien und den Channel Islands. Das britische Ehepaar ist Besitzer eines grossen Transportgeschäfts und unterhält die Tischrunde mit Geschichten aus seinem Alltag. Speziell spannend war die Geschichte, wie sie Ende der 80er Jahre wegen eines Hurricanes nicht mehr aus Bermuda zurückfliegen konnten. Kurz danach war ich ja selber geschäftlich in Bermuda und erinnere mich, dass einige Strandabschnitte zerstört waren.

Das Nachtessen von Susie und Martin ist wie immer sehr lecker. Die Okiwa Bay Lodge können wir wärmstens empfehlen.

Silvia

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