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NZ Way of Life

NZ Way of Life

Wie angekündigt, sitzen wir für die nächsten rund drei Stunden auf der Fähre von Wellington nach Picton. Das Wetter ist bewölkt, keine optimalen Lichtverhältnisse, um Fotos zu schiessen. Somit genügend Zeit, um über das Leben und die Leute zu berichten.

Unglaublich aber wahr, seit unserer Ankunft in Auckland am 24. Januar hat es nie wirklich geregnet und die Temperaturen bewegten sich zwischen 20 und 30 Grad, nicht zu vergleichen mit der letzten Reise vor zwei Jahren. Der Rat eines Kollegen war Gold wert. Er riet uns: Kommt in der Zeit von Ende Januar bis Ende März nach Neuseeland. Das sind die besten Monate in Bezug auf das Wetter. Für das kommende Wochenende ist nun aber Regen angesagt. Mal sehen, ob die Wetterpropheten richtig liegen.

Verglichen zu 2017 stellen wir fest, dass der Tourismus auf der Nordinsel enorm zugenommen hat. Gute Hotels und B&Bs sind schon Wochen im Voraus ausgebucht. Als Folge haben sich die Kosten für Unterkunft um bis 15 – 20% verteuert. Dies gilt für die Nord- und Südinsel.  

Auf den Hauptverkehrsachsen im Norden hat der Traffic enorm zugenommen und dies nicht nur in den Hotspots Auckland, Taupo, Napier oder Wellington. Die grüne Regierung investiert nicht in neue Infrastruktur, obwohl die Bevölkerung und die Zahl der Touristen zugenommen haben.

Zusätzlich sind zahlreiche Attraktionen gut gebucht.  So musste ich feststellen, dass für eine Zugfahrt mit dem TRANZAPLPINE von Christchurch nach Greymouth bereits keine Tickets mehr für Anfangs April verfügbar sind!

Richtig massiv war die Preissteigerung für Mietautos auf der Südinsel. Im Vergleich zu vor zwei Jahre verlangen die grossen Autovermieter heute mindestens 25% mehr. Als Stammkunde von der Firma Hertz musste ich auf ein Avis Angebot ausweichen.

Über den Fahrstil der Neuseeländer habe ich in meinen Posts schon mehrfach geschrieben. Er ist nach wie vor mit der Fahrweise in Italien, Spanien oder Portugal vergleichbar, viel zu schnell und ohne Rücksicht auf Verlust!

Was Essen und Trinken angeht, muss man erwähnen, dass die Auswahl, aber auch die Qualität in vielen Restaurants sehr gut sind. Im Vergleich zur Schweiz kann man sich auswärts preiswert verpflegen. Neben Fish & Chips, bekanntlich nicht unser Taste, finden sich indische, chinesische, tailändische und europäische Lokale nahezu in jeder Ortschaft.

Ohne Zweifel, die neuseeländischen Weiss- und Rotweine können mit Produkten aus Europa, USA oder Südafrika ohne Problem mithalten. Dies gilt für Qualität und Preis. Zahlreiche Weingüter wissen, dies aktiv und erfolgreich zu promoten.

Obwohl die Wirtschaft auch in Neuseeland brummt, haben sich die Ladengeschäfte nicht wesentlich verändert. Die Auswahl der Produkte ist begrenzt, die Präsentation der Ware nicht wirklich vorteilhaft und Markenartikel werden überteuert angeboten.  Ausserhalb von Auckland, Wellington, Cambridge und Napier fühle ich mich in die 60 und 70er Jahre in der Schweiz zurückversetzt, was das Einkaufen angeht. Shoppen macht so schlicht weg keinen Spass. Ausgenommen von dieser Aussage sind die Supermärkte von New World und Countdown. Vorteil, auf dem Rückflug in die Schweiz muss ich sicher kein Übergepäck anmelden.

Ruedi

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