Cyclone Debbie
Am Sonntag haben wir zufällig im Hotel in Melbourne gehört, dass ein Cyclone namens Debbie über die Nordostküste von Australien fegen wird. Die Einwohner im Küstenabschnitt von Townsville bis südlich von Mackay wurden zur Evakuation aufgerufen. Das Fernsehen zeigte Leute, die in den Supermarkets Wasser, Lebensmittel und Batterien einkaufen. Es wurde erwartet, dass der Sturm am Dienstag die Küste erreichen wird und grössere Schäden anrichtet als derjenige 2011. Am Dienstagmorgen haben wir die Sache dann weiterverfolgt. Der Sturms hatte sich um ein paar Stunden verzögert, nicht aber seine Intensität. Es war klar, dass der Sturm gegen Mittag mit voller Wucht bei Airlie Beach auf das Land auftreffen wird. Dadurch waren natürlich auch die Whitsundays Island stark betroffen. Wird das Great Barrier Reef weiter geschwächt? Wir sind traurig und fühlen mit den Menschen in einer Region, wo wir im November unseren #1 Ausflug in Australien gemacht haben.
Wir befinden uns aktuell rund 2000 Kilometer von der Region entfernt, wo Debbie ihr Unwesen treibt und somit ausser Gefahr. In ein paar Tagen wollen wir aber nochmals ins Hunter Valley, 180 Kilometer nördlich von Sydney fahren. Wir warten mal die Wetterprognosen ab, da der Cyclone weiter gegen Westen über den Kontinent zieht und, wenn auch nicht mehr so gefährlich, jedoch viel Regen mitbringt.
Traurige Bilanz bis jetzt: Das Auge des Cyclones weist einen Radius von 50Kilometern auf. Debbie ist als Sturm der Kategorie 4 klassiert und hat bis jetzt einen Toten gefordert. 63000 Menschen sind ohne Strom. Durch die hohen Flutwellen ist an der Küste mit grossen Überschwemmungen zu rechnen, zudem besteht die Gefahr, dass Dämme brechen. Nach ersten Schätzungen wird Debbie Schäden von 1 Mrd. Aussie Dollar an Gebäude und Kulturen hinterlassen. Die Förderungen von Kohle wird für Tage eingestellt.
Silvia